SCHÖFFENHAUS
KLEINES GEBÄUDE MIT HISTORISCHEM AMBIENTE –
VERWEILEN UND WOHLFÜHLEN

OBJEKTNUTZUNG NACH SANIERUNG

In Zukunft wird sich im tonnengewölbten Kellergeschoss des ehemaligen Schöffenhauses eine Ladenfläche, mit moselseitigem Zugang, situieren. Im 1.Obergeschoss fügen sich weitere Veranstaltungs-, bzw. Seminarräume an. Auf einem – für das Alte Kaufhaus gelegenen Zwischengeschoss – befinden sich darüber hinaus zwei exklusive Appartements mit historischem Ambiente.

GEBÄUDEBESCHREIBUNG

Das unter Denkmalschutz stehende, spätgotische Schöffenhaus wurde von 1528 bis 1530 erbaut und war Sitz des kurtrierischen Schöffengerichts für die Stadt Koblenz. Das Gebäude wurde unter Kurfürst Richard von Greiffenklau zu Vollrads direkt neben dem Alten Kaufhaus errichtet und entstand oberhalb an der römisch-fränkischen Stadtmauer. Es spiegelt mit seinen Erkertürmchen den wehrhaften Charakter eines Stadttores wider. Ab Beginn der französischen Zeit (1794–1814) unterlag das Schöffenhaus diverser Nutzungen, wie beispielsweise dem Friedensgericht und beherbergte bis 1919 – wie auch das Alte Kaufhaus – die Sammlung des Kunstgewerbe- und Altertumsvereins.

Wie auch der Bürresheimer Hof wurde das Alte Kaufhaus im zweiten Weltkrieg bis auf die Grundmauern zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte von 1961 bis 1965 nach Plänen des Trierer Baurats Heinrich Otto Vogel (1898–1994) mit einer veränderten Innenraumeinteilung. Von 1965 bis 2013 fand hier das Mittelrhein-Museum seinen Platz.

Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg und Wiederaufbau 1962 bis 1965 nach Plänen des Trierer Baurats Heinrich Otto Vogel wurde das Schöffenhaus zuletzt von der Stadt Koblenz als Teil des Mittelrhein-Museums genutzt. Nach Fertigstellung des Forums Confluentes 2013 zogen Stadtbibliothek sowie das Mittelrhein- Museum in das neue Kulturgebäude auf dem Zentralplatz. Noch im gleichen Jahr verkaufte die Stadt Koblenz den Bürresheimer Hof gemeinsam mit dem Alten Kaufhaus, dem Dreikönigenhaus und dem Schöffenhaus an ISSOflorinsmarkt GmbH & Co. KG.

Eckdaten:

 

Anschrift

Florinsmarkt 17, 56068 Koblenz

Objektnutzung Ladenfläche, Gastronomie, Veranstaltungs- und Seminarräume, Hotel
Baujahr 1528-30 – spätgotischer Bau
1962-65 – Wiederaufbau
Letztes Sanierung  2014 – voraussichtlich 2016/17
Gesamtfläche ca. 350 m2
Anzahl der Geschosse  2 Vollgeschosse + Dachgeschoss
+ Kellergeschoss
Einzug der Nutzer voraussichtlich 2016/17
ARCHITEKTUR

Das ehemalige Schöffenhaus weist zwei schmale zweiachsige Fronten auf mit über den Ecken befindlichen, gestaltprägenden Ecktürmchen. Die vier achteckigen, sich über zwei Geschosse erstreckenden Erker schließen mit Glockendächern ab. Das Obergeschoss zieren gotisch anmutende Kreuzstockfenster mit Basaltrahmen und Bleiverglasungen. Der zur Mosel gerichtete Erker im Erdgeschoss des Gebäudes wurde nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg rekonstruiert. Dieser trägt neben der Jahreszahl 1530 das Wappen des Trierer Baurats und Kurfürsten Heinrich Otto Vogel, nach dessen Plänen das Schöffenhaus wieder errichtet wurde. Das Sterngewölbe im Erdgeschoss wurde beim Wiederaufbau im Stil der Spätgotik nachgebildet.

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